Gefühle bei Kindern
verstehen und begleiten

Emotionen sind der Kompass, der Kinder durch ihre Entwicklung führt. Als Erwachsene haben wir die Aufgabe, Kinder auf diesem Weg zu begleiten, ohne sie zu überfordern. Wir von der KibeV glauben, dass jedes Kind das Recht hat, sich gesehen und verstanden zu fühlen. Wir schaffen sichere Räume, in denen Gefühle nicht unterdrückt, sondern begleitet werden. Denn wer seine Gefühle kennt und ausdrücken kann, kann auch besser mit anderen Menschen umgehen – und das ein Leben lang.

Auf dieser Seite haben wir ein paar Informationen über die Entwicklung kindlicher Emotionen zusammengetragen. Sie erfahren auch, wie Sie die emotionale Entwicklung Ihres Kindes unterstützen können. 

0–3 Jahre: Die ersten emotionalen Signale

In diesem Alter lernen Kinder, dass Gefühle real und wichtig sind. Sie drücken Freude, Frustration oder Unsicherheit primär durch Mimik, Gestik und Lautäußerungen aus. Eine klare sprachliche Begleitung ist hier entscheidend: Wenn wir sagen „Du bist gerade traurig, weil dein Spielzeug weg ist“, geben wir dem Kind ein Werkzeug an die Hand, um die eigenen Gefühle zu benennen. Dadurch gewinnt das Kind an Selbstsicherheit und Selbstvertrauen.

In unseren Zwergengarten-Einrichtungen versuchen wir deshalb, die Kinder bewusst zu begleiten und zu stärken. Ein Beispiel dafür gibt es weiter unten.

2 Kinder stehen an Glas und schauen in die Ferne. (c) KibeV
Kind liegt in der Wiese und beobachtet mit einer Lupe die Natur. (c) KibeV

3–6 Jahre: Gefühle entdecken und ausdrücken

Zwischen 3 und 6 Jahren wird der emotionale Ausdruck vielfältiger. Kinder beginnen, über Gefühle zu sprechen, sie zu vergleichen und erste Strategien zur Selbstregulation zu entwickeln. In dieser Phase können Rituale wie das „Gefühlsbarometer“ wertvoll sein. Z. B. können wir jeden Morgen im Kreis fragen: „Wie fühlen wir uns heute?“ Jedes Kind darf zu Wort kommen und uns seinen aktuellen Zustand zeigen.

Kreativangebote, Gedichte und Spiele wie das Gefühlsmemory festigen dieses Verständnis spielerisch. Wichtig ist, dass wir als Fachkräfte nicht nur zuhören, sondern auch validieren: „Ich sehe, du bist wütend. Das darf sein.“ So lernen Kinder, dass alle Emotionen erlaubt sind – auch wenn nicht jedes Verhalten akzeptabel bleibt.

Ab 6 Jahren: Gefühle reflektieren und regulieren

Schulkinder können Gefühle zunehmend differenzierter beschreiben und Zusammenhänge erkennen („Ich bin nervös, weil morgen die Prüfung kommt“). Sie profitieren von Gesprächen, die über das reine Benennen hinausgehen: Was löst das Gefühl aus? Wie kann ich damit umgehen? Welche Unterstützung brauche ich?

Auch hier bleiben kreative Elemente wichtig – etwa durch Geschichten, Rollenspiele oder gemeinsame Reflexionen. Es gilt ebenfalls zu begleiten, ohne zu bevormunden. Denn emotionale Kompetenz ist keine Fähigkeit, die man einmal lernt, sondern eine, die ein Leben lang wächst.

Drei Kinder spielen Twister in der Schülerbetreuung Schlins. Eines davon trägt ein blaues T-Shirt und besucht die Schülerbetreuung im Rahmen des Vorarlberger Zukunftstages. (c)

Die Rolle der Erziehungsberechtigten

Kinderhand greift nach Erwachsenenhand. (c) Kibev

Erziehungsberechtigte können ihrem Kind helfen, Gefühle zu benennen und mit ihnen umzugehen. Wichtig ist dabei: Alle Gefühle sind wertvoll und dürfen da sein – ganz egal ob angenehm und leicht zu begleiten oder weniger angenehm und herausfordernd für Erziehungsberechtigte.

Erziehungsberechtigte können den Kindern auch helfen, Stereotypen zu durchbrechen. Denn Jungs dürfen weinen und Mädchen wütend sein. Helfen können dabei:

Praxisbeispiele aus unseren Betreuungen

Zwergengarten Montfort

Die Pandabärengruppe aus dem Zwergengarten Montfort beschäftigte sich einen Monat lang intensiv mit dem Thema „Gefühle“.

Das Buch „Das Farbenmonster“ half den Kindern, verschiedene Emotionen mit Farben zu verknüpfen – gelb für Freude, blau für Traurigkeit, rot für Wut. Diese visuelle Unterstützung macht abstrakte Gefühle greifbar.

 

Ideen von unserem Team

🌡️ Gefühlsbarometer 
🧾 Gedicht „Das Farbmonster“ 
💬 Gespräche zur Benennung der Gefühle
🖼️ Gefühlsmemory
🎭 Gefühlsmasken
📚 Jede Menge Bücher

Schülerbetreuung Thüringen

Bei der Schülerbetreuung Thüringen stand ebenfalls ein Monat ganz im Zeichen von „Gefühlen“.

Bücher wurden gelesen und viel zum Thema gebastelt – unter anderem auch Sonnen mit den positiven Eigenschaften und Talenten von jedem Kind.

Eine große Feedback-Runde zum vergangenen Schuljahr, in der Wünschen für das kommende Schuljahr gesammelt wurden.
 

Ideen von unserem Team

📚 Bücher wie z. B. „Das Farbenmonster“
☀️ Gefühlssonnen
💬 Feedback-Runden
🎁 Wunschboxen

Schnell gefunden: