Kinderbildung- und betreuung in Vorarlberg: Das sollten Erziehungsberechtigte jetzt wissen

04.02.2026

In Vorarlberg ändern sich die Regeln für die Förderung der Kinderbetreuung von dreijährigen Kindern.

Die aktuellen Entscheidungen des Landes haben vor allem für Familien mit Kindern in privaten Einrichtungen weitreichende Folgen.

 

Kinderbetreuung wird teurer

Die derzeitige Ausgestaltung der Förderungen führt zu einem zentralen Problem: Eltern müssen deutlich mehr bezahlen, wenn sie ihr Kind in einer (privaten) Kleinkindgruppe betreuen lassen wollen.

Was sich ändert:

📈  Bisher zahlten Eltern für dreijährige Kinder maximal 46 Euro pro Monat, unabhängig davon, ob ihr Kind eine öffentliche oder private Einrichtung besucht.
📈  Diese Unterstützung – die sogenannte Tarifharmonisierung – wird ab dem Kindergartenjahr 2026/27 generell und dann auch jährlich schrittweise reduziert.
📈  Die geplante Deckelung der Elternbeiträge für 3- bis 5-jährige Kinder gilt weiterhin für öffentliche Einrichtungen, jedoch nicht für private Träger:innen.

 

 

Die Folgen:

💰  In privaten Einrichtungen können die Elternbeiträge für dreijährige Kinder um über 100 Euro pro Monat steigen.
💰  Öffentliche Kindergärten bleiben für Eltern weiterhin deutlich günstiger.
💰  Für viele Familien wird damit der Besuch einer privaten Einrichtung finanziell schwer leistbar.

 

Das bedeutet am Ende:

🫰  Private Plätze sind grundsätzlich vorhanden, werden aber für viele Familien unleistbar.
🤷‍♀️  Öffentliche Plätze sind vielerorts nicht in ausreichendem Maß verfügbar.
☑️  Weniger Wahlfreiheit für Familien.
☹️  Mehr Druck auf Kinder und Fachpersonal.

 

Wahlfreiheit geht verloren

⚖️  Eltern können oft nicht mehr frei entscheiden, welche Betreuung zu ihrem Kind passt.
⚖️  Die Entscheidung hängt immer öfter vom Geld ab – nicht vom Bedarf des Kindes.

 

Auswirkungen auf Kinder

👶  Dreijährige Kinder müssen früher in große Gruppen wechseln, auch wenn sie dafür noch nicht bereit sind.
👶  Gerade kleine Kinder brauchen: 

  • kleine Gruppen
  • feste Bezugspersonen
  • sanfte Übergänge

👶  Wenn finanzielle Aspekte wichtiger werden als pädagogische Qualität, leidet die Betreuung der Kinder.

 

Öffentliche Kindergärten kommen zusätzlich unter Druck

👉  Viele öffentliche Kindergärten sind schon jetzt stark ausgelastet.
👉  Es fehlen Räume und vor allem pädagogische Fachkräfte.
👉  Mehr Kinder in großen Gruppen bedeutet:

  • weniger Zeit pro Kind
  • weniger individuelle Förderung

 

 

Was der LAVEP (Landesverband für Elementarpädagogik) für Eltern fordert

↔️  Gleiche Elternbeiträge in allen Einrichtungen
➖  Keine Förderkürzungen, die Betreuung verteuern oder Plätze gefährden
☑️  Echte Wahlfreiheit für Familien
🙌  Entscheidungen, die sich am Wohl der Kinder orientieren – nicht nur am Budget.

 

Fazit

Die aktuellen Änderungen treffen vor allem Familien mit Kindern in privaten Bildungs- und Betreuungseinrichtungen. Kinderbetreuung wird teurer, Wahlfreiheit geht verloren und der Druck auf Kinder, Eltern und pädagogischem Fachpersonal steigt.

Gute Kinderbetreuung darf keine Frage des Einkommens sein.
Sie braucht faire, ausgewogene und tragfähige Lösungen – für alle Familien in Vorarlberg.

Deshalb setzt sich der LAVEP mit einer Petition für faire und kindgerechte Lösungen in der Kinderbildung ein.
Bitte unterstützen Sie diese Petition und helfen Sie mit,
Wahlfreiheit, Betreuungsplätze und Qualität für unsere Kinder zu sichern.

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